Buenos días amigos :)
Zwischen den arbeitsreichen Wochen in der Albergue blieb zum
Glück auch etwas Zeit für tolle Wochenendausflüge!
Vom 17.03. bis zum 18.03.2012 fuhr ich mit Marthas Familie
nach Puerto Vallarta. Eigentlich wollte ich mich alleine auf den Weg machen, da
niemand mich begleiten wollte/konnte…doch spontan entschied sich Marthas Sohn
dafür, mit mir zu fahren und schließlich zog die ganze Familie nach.
Wir fuhren mit der „camioneta“ (ich glaube auf deutsch so etwas
wie ein kleiner Transporter) und typisch mexicanisch, die Kinder auf der der
(glücklicherweise geschlossenen) Ladefläche…ich kann nicht behaupten, dass ich
auf diese Weise sonderlich beruhigt unterwegs war, dafür bin ich doch zu
Sicherheits- fanatisch ;) Aber ein Erlebnis war es schon…insbesondere ein sehr
warmes!!
Abends machten wir dann den malecón (erinnert ihr euch? –
die Promenade) unsicher! Da mittlerweile die Springbreaks begonnen hatten waren
dementsprechend viele Gringos unterwegs und die Bars/ Discos perfekt auf die
amerikanischen Gäste ausgerichtet:
„Springbreakers
welcome to Vallarta!“ – „Put down pencils, take a beer!“
Als “güera” (Weiße mit hellen Haaren) wurde ich natürlich –
wie damals in Cancún – nur auf Englisch angesprochen…und jedes Mal rief meine
Antwort auf Spanisch ein begeistertes Grinsen oder Kommentare jeglicher Art
hervor :)
Der malecón von Vallarta ist wirklich schön und voller Leben:
Man trifft die unterschiedlichsten Typen von Menschen; Familien mit kleinen
Kindern, die partybegeisterte Jugend, japanische Reisegruppen und viele mehr. Es
werden Tacos, Camarones, Frutas und Crepas verkauft, Künstler präsentieren ihre
Werke, am Strand stehen beeindruckende Sandskulpturen, „los chicos“ tanzen auf
der Straße um ein wenig Geld zu verdienen, aus jeder Bar erschallt Musik – es
ist eine tolle Atmosphäre! Leider waren wir mit zu vielen Minderjährigen
unterwegs, sodass wir die Bars nicht auskundschaften konnten, doch auch so
hatten wir einen tollen Abend :)
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| Sogar einen mexicanischen Roboterfreund habe ich jetzt ;) |
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| Leckere Camarones |
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| Inga wüsste jetzt wie mein Angreifer heißt - ich habe den Namen vergessen :P |
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| Abendessen: TACOS!! |
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| Imposante Sandpyramide |
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| Diese Leiter führt ins Leere und wird wahrscheinlich einmal von jedem Vallarta-Turi hinaufgeklettert ;) |
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| Spring Break! |
Am Sonntag morgen ging es früh aus den Federn, denn es ging
hinaus auf hohe See: Wale beobachten!!! :D
Damit ging ein Traum von mir in Erfüllung!! Wir fuhren mit
einem relativ großen Motorboot hinaus aufs Meer und suchten die Buckelwale
(ballenas jorobadas) aus Kanada, die während der Winterzeit nach Vallarta
kommen um sich vor der Küste zu paaren oder ihre Junge zu bekommen. „Jeder
einzelne Buckelwal ist Mexicaner“ :)
Während der Fahrt erklärte uns eine Meeresbiologin einige
sehr interessante Tatsachen über verschiedene Waltypen und das Leben der
Buckelwale.
Ich weiß nicht ob es euch genauso interessiert wie mich,
aber ich zwinge euch nun trotzdem einige Fakten auf :)
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Buckelwale leben überwiegend alleine und nur selten
schließen sie sich zum Jagen in kleinen Gruppen zusammen
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Jedes Jahr reisen die Wale an denselben Ort, an welchem
sie gezeugt und nach 12 Monaten Tragzeit des Weibchens geboren wurden, um sich
dort zu paaren. Dabei legen sie bis zu tausende Kilometer zurück.
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So wie alle Bartenwale besitzen sie 2 Blaslöcher.
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Sie ernähren sich von Krill. Eine besondere Jagdtaktik
ist eine Art Vorhang aus Luftblasen, der die Nahrung zusammentreibt damit der
Wal anschließend mit geöffnetem Maul durch den zusammengepferchten Fischschwarm
hindurch tauchen kann.
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Buckelwale bleiben bis zu 30 Minuten unter Wasser, die
Junge müssen allerdings alle 5 bis 10 Minuten auftauchen – was es einfacher macht,
sie zu beobachten.
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Die Weibchen nehmen während den Wintermonaten keine
Nahrung zu sich – ihnen schmeckt das mexicanische Essen nicht :P
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Die Jungen nehmen jeden Tag 15 Kilo (!!!) zu – also da
bin ich doch nichts gegen :D
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Fast ausschließlich die Männchen singen und es lässt
sich ein deutlicher Unterschied zwischen Jung- und Alttieren feststellen (wir
haben uns ein Tonband angehört und der „Teeni“ klingt schon noch ein wenig
kläglich ;)
à Die Wale singen alle
das gleiche Lied, haben aber eine „individuelle Strophe“, die sie jedes Jahr um
eine winzige Nuance ändern.
So, an mehr erinnere ich mich gerade nicht, aber es war
wirklich interessant :)
Schließlich fanden wir ein Weibchen mit ihrem Jungen und es
war einfach unglaublich!!
Die Mutter blieb die gesamte Zeit unter Wasser, um ihr
Kleines zu schützen…und das Junge planschte oben mit den Flossen, streckte
seinen Kopf aus dem Wasser und sprang ein wenig. Es war so riesig, zunächst
dachten wir alle es handele sich um die Mutter ;)
Später näherten sich einige Motorboote (was verboten ist)
und die Biologin meinte, möglicherweise würde die Mama nun springen um ihr
Junges zu beschützen – dann wären die Boote eindeutig gekentert.
Es war ein ganz tolles und unbeschreibliches Erlebnis! Das
nächste Mal werde ich im Februar wiederkommen, zu der Zeit befinden sich auch
noch die Männchen und paarungsbereiten Weibchen in Vallarta und manchmal sieht
man bis zu 30 oder 40!!
Den Abend verbrachten wir dann – leckere Ceviche essend – am
Strand und erfreuten uns am wunderschönen Sonnenuntergang :)
Bevor es dann am Montagmorgen zurück ins schöne Guadalajara
ging.
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| Schöne Landschaften machen die Rückfahrt zu einem tollen Erlebnis! |
Ein weiterer Wochenendtrip ging für mich nach Mazamitla –
vom 23.-25.03.2012.
Ramon hatte mich eingeladen, ihn und seine Freunde zu
begleiten – insbesondere, weil er endlich nach 11 langen Jahre seiner Freundin
Sandra einen Heiratsantrag machen wollte.
Dieses Erlebnis konnte ich mir natürlich nicht entgehen
lassen, also machten wir uns freitags nach der Arbeit auf den Weg. Die Nacht
auf Samstag verbrachten wir bei der Familie eines Freundes, in einem kleinen
Dorf. Ich liebe diese kleinen Orte, denn sie sind deutlich mexicanischer als
eine Großstadt wie Guadalajara!
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| Die zwei Süßen (Isaias und Ramon) haben sich ja seeehr lieb :P |
Nach einer lustigen Nacht, die wir auf dem Boden oder die Privilegierten
(so wie ich: weiblich und Gast in diesem Land) auf dem Sofa verbracht hatten,
standen wir am nächsten Morgen früh auf, um zu einem kleinen Bauernhof zu
spazieren – dort frühstückten wir “pajaretes”. Dies ist ein Getränk,
traditionell auf dem Lande zubereitet aus frisch abgemolkener, warmer Milch,
chocomilk (so etwas wie Nesquick), Zucker und einem weißen Likör wie zum Beispiel
Tequila. Es schmeckt riquísimo! Auch wenn ich am Morgen die Version ohne Alkohol
bevorzuge, auch auf die Gefahr hin, dass man sich durch die frische Milch etwas
einfängt ;)
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| Ein Heiligenschrein... |
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| Genau, so siehts aus! "Christus liebt dich" - aber anscheinend nur wenn man katholisch ist... |
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| Mein pajarete :) |
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| Ramon hat einen tierischen Freund gefunden |
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| Das ist Mexico :D |
Nach einem zweiten Frühstück (natürlich Rührei, Bohnen und
Tortillas) ging es schließlich endlich los nach Mazamitla!
Mazamitla befindet sich – so wie Guadalajara auch – im
Staate Jalisco und wird aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit auch als
“pueblo mágico” (magisches Dorf) bezeichnet. Das Besondere dieses Ortes ist,
dass es von Nadelwäldern umgeben ist und da Wälder generell in Mexico nicht so häufig
sind wie in Deutschland, ist Mazamitla für die Mexicaner eine Attraktion. Man
kann es sich ein wenig so vorstellen, wie ein Feriendorf oder einen Centerpark:
Viele “cabañas” (Hütten, die ihrem Namen aber nicht gerecht werden, da sie
teilweise bis zu 20 Personen beherbergen), von Nadelbäumen umgeben (es riecht
so gut!! :) wie etwa manche Ferienhäuser in Dänemark und ein kleines Zentrum in
der Mitte des Ortes.
Ich fand es wunderschön!! :)
Wir kamen mittags an, suchten eine “cabaña” aus und machten
uns dann auf ins Zentrum, um Gemüse einzukaufen – denn natürlich sollte es eine
“carne asada” geben! Das hieße in Deutschland vielleicht “Grillen”, sieht aber
von den Gerichten her ein wenig anders aus:
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| Mhmmm! cebolla, chorizo carnita y chile. |
Den Tag verbrachten wir dann unter wunderbar duftenden Bäumen,
im strahlenden Sonnenschein, Karten spielend (“Pendejo” – ein weiteres der
wenigen Kartenspiele, die mir Spaß machen) oder einfach entspannend.
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| Die Wörter "Pendejo" und "Blödi" sind noch nicht vollständig zu lesen...das heißt so schlecht habe ich mich bei dem Spiel nicht angestellt :P |
Abends machten wir dann ein schönes Lagerfeuer… und Sandra
legte sich schlafen, während ihr Liebster Ramon sich herausputzte. Ich hatte
die gesamte Zeit über den wunderschönen Verlobungsring in meiner Tasche (denn
Ramon meinte, er sei so schusselig und könnte ihn nachher noch verlieren) –
welch‘ eine Verantwortung!
Schließlich war es dann soweit, alle saßen wir gemütlich ums
Feuer herum und sangen Lieder...und ich war die ganze Zeit aufgeregt und
hibbelig, denn ich fand meine Sorge nicht ganz unbegründet, dass Sandra unter
Umständen "Nein" zu Ramons Antrag sagen könnte.
Ramon sah man die Nervosität nicht an, aber je häufiger er
von den anderen nach seinem Wohlbefinden gefragt wurde, desto schneller schwand
seine Gelassenheit ;)
Als Sandra sich schließlich zu uns gesellte wunderte sie
sich zwar ein wenig über das Jackett, das Ramon sich angezogen hatte, doch
dachte sie sich nichts Besonderes dabei...bis der größte Romantiker aller
Zeiten mit seiner Liebeserklärung begann ;) Alle waren hingerissen von seinen
bildhaften Vergleichen und wer mich kennt kann sich vorstellen, dass ich meine
Tränen natürlich nicht zurückhalten konnte. Und dann - nach einem letzten
bangen Moment - sagte sie endlich "Ja" und es war wirklich toll,
Ramons überglückliches Gesicht zu sehen :)
Ein wunderschöner und einzigartiger Moment – Man ist ja
nicht alle Tage live bei deinem Heiratsantrag dabei :)
Den Abend/ die Nacht verbrachten wir dann noch mit lustigen
Spielen (ich musste wieder einmal feststellen, dass ich das Pappkarten- Ansaug-
Spiel nicht beherrsche :P) und schliefen dann aufgeteilt in den zahlreichen
Betten… nur für Ramon blieb nichts anderes als der eiskalte Boden übrig, denn
Männer teilen sich keine Betten und mit Frauen ist es verboten – erst recht mit
der Zukünftigen :D Das ist ein Land, manchmal kann man nur den Kopf schütteln…
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| Ein bisschen nervös? |
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| Friede, Freude, Eierkuchen :) |
Am nächsten Morgen standen wir früh auf, denn auf des
Pferdes Rücken wollten wir einen Kurztrip zu den Wasserfällen unternehmen. Dies
scheiterte dann aber daran, dass wir nur Geld für die Pferde mitgenommen
hatten, nicht aber damit gerechnet hatten, dass wir für die Wasserfälle
Eintritt bezahlen müssen – das hatte ja fast was von Europa ;)
Also ging es wieder zurück, worüber ich nicht sonderlich
traurig war…denn mein Pferd stolperte nur müde vor sich hin, war vollkommen
ungepflegt und abgestumpft und hinzu kam, dass der Besitzer mit uns ritt und es
die gesamte Zeit über schlug!!
Iasias sah mein Gesicht und bat darum, dies zu unterlassen
da ich reiten könne und es somit überflüssig sei…aber nichts da, es machte ja
offensichtlich Spaß das arme Tier zu quälen. Ihr könnt euch nicht vorstellen,
wie ich innerlich kochte…und äußerlich liefen die Tränen.
Was diesem Land fehlt ist Tierschutz!!!
Aber daran konnte ich in dieser Situation leider auch nichts
ändern…
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| Die ganze Truppe |
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| Unsere "Hütte" |
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| Ist das nicht ein reizendes Tannenzapfen-Männchen? ;) |
Nachdem die Männer (nach einem verlorenen Wettspiel am Abend
zuvor) ein riesig leckeres Frühstück zubereitet hatten räumten wir auf und
verbrachten den Nachmittag im Dorf, bevor es dann schließlich wieder nach Hause
ging.
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| Erinnert ein wenig an eine mexicanische Version von "Susi und Strolch" :D |
Sveniii! Ich hab mir zwar noch nicht alles durchgelesen, aber das du nicht weißt das der gutaussehende fischmann davy jones heißt nenene... ;)
AntwortenLöschentrotzdem wie immer wunderschöne bilder :-*
jetzt hab ich glatt vergessen zu schreiben wer ich bin ;)
AntwortenLöschenINGA :D
Hallo ; bin ein Fean von Weltwärts.Muss sagen.. wie immer super Bricht,sowie super tolle Bilder.Wünsche weiterhin viel Spass und Freude
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