Meine Lieben,
nach Monaten der Stille kommt mal wieder ein kleiner Eintrag
über mein mexicanisches Leben :)
Im Mai kamen Tills Mama und ihr Lebensgefährte zu Besuch,
was viel Sightseeing und einen wunderschönen Urlaub mit sich brachte.
Wir erkundeten das Zentrum Guadalajaras (was ich ehrlich gesagt
in seiner Größe und Schönheit noch immer nicht ganz erfasst habe), fuhren nach
Chapala und nach Tlaquepaque.
Hier ein paar Eindrücke unserer Ausflüge:
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| Unsere schöne Kathedrale |
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| Typische Straßen der Innenstadt |
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| Der "Autofreie Sonntag" - viele Hauptstraßen sind teilweise nur für Radfahrer passierbar, jedes Wochenende! |
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| "San Juan de Dios"- der größte, überdachte Markt Lateinamerikas |
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| Tills Mama, seine Vermieterin, Till und ich :) |
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| Till mit einem seiner Mädchen von der Straße |
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| Neugierig und schüchtern zugleich ;) |
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| Revolutionsvater Hidalgo und wir drei in Tlaquepaque |
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| Chapala |
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| Genau, hier in Mexico verschenkt man zum nationalen Kindertag auch schonmal arme kleine Küken - hallo Tierschutz! |
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| Chiles rellenos - gefüllte Chilli! Mhmm :) |
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| "Betreten des Rasens verboten" - vom drauf rum rollen hat ja niemand gesprochen :P |
Außerdem verbrachte ich mit Till einen tollen Abend im
Theater Guadalajaras – dem „Teatro Degollado“ – in welchem wir das Orquesta
Filarmónica de Jalisco bewundern durften. Das Theater ist wirklich
beeindruckend schön und insbesondere bei solchen Anblicken erscheint die
Bezeichnung „3. Welt-Land“ in Bezug auf Mexico so realitätsfern und
unpassend…doch allzu schnell kann sie wieder präsent werden, verlässt man
dieses prächtige Gebäude und wird auf der Straße von einem kleinen Kind nach
einem “peso für Essen“ gefragt…Widersprüche dieses Landes.
Vom 02.-05. Mai unternahmen wir zu Viert eine wunderschöne Reise
von Los Mochis nach Chihuahua: in dem Zug „Ferrocarril Chihuahua al Pacífico“, genannt „Chepe“, ging es durch
die atemberaubende Sierra Madre Occidental/ Sierra Tarahumara – mit einem
Höhenunterschied von 2400m – von dem Küstenstaat Sinaloa nach Chihuahua.
Die Strecke führt durch die Barranca del Cobre
(Kupferschlucht), welche als eine der größten Schluchtengebiete Nordamerikas
bekannt ist. Dabei überquert der Zug insgesamt 37 Brücken und fährt durch 87
Tunnel – weshalb die Strecke als eine der beeindruckendsten
Ingenieurs-Leistungen des Landes bezeichnet wird.
Für uns ging es mittwochmorgens in aller Früh zum Flughafen
Guadalajaras, von dort aus reisten wir in die Küstenstadt Los Mochis und
checkten in einem wirklich komfortablen Hotel ein. Ein Mädchen wie mich, ohne
große Hotel- Erfahrungen kann man mit solch kleinen Prachtbauten und dem
wahrscheinlich dem Standard entsprechenden Service leicht beeindrucken ;)
Am Nachmittag erkundeten wir die Stadt, welche
zugegebenermaßen außer Schwüle und viel Müll nicht allzu viel zu bieten hatte.
Deshalb beschlossen wir eine Fahrt zum Hafen zu unternehmen.
Dort angekommen wurden wir sogleich, wie sollte es auch
anders sein, von den zahlreichen Bootbesitzern angesprochen, welche uns auf
eine kleine Rundfahrt „einladen“ wollten ;) Wir ließen uns überzeugen und
genossen so 1 ½ Stunden das Meeresrauschen
und die salzige Brise des Pazifiks. Die absolute Sensation waren dann aber die
Delfine, die sich ganz nahe an das Boot heran wagten und somit im wahrsten
Sinne des Wortes „zum greifen nah“ erschienen. Georg und ich knipsten wie
eifrige Paparazzi, doch aufgrund der als doch recht wendig zu bezeichnenden
Schwimmtechnik der schönen Tiere, wurden wahrscheinlich selten so viele Fotos
von nichtssagenden Wellen geschossen :P
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| Ersteinmal muss das Gepäck der bösen europäischen Drogenhändler auch ordentlich überprüft werden ;) |
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| "Cristo salva" steht auf dem Hügel - na, wer verstehts? Lateiner voran ;) |
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| "Flipper" ganz nah :) |
Abends speisten wir wie die Könige in einem spanischen
Restaurant und Till und ich aßen eine äußerst leckere Paella – nach zahlreichen
Tacos, Tostadas, Carnitas und Quesadillas kann man sich so etwas wohl einmal
leisten :)
Am nächsten Morgen wurden wir zum Bahnhof gefahren und von
dort aus begann eine atemberaubende Fahrt durch die Schluchten des
mexicanischen Gebirges. Die Wagons waren sehr komfortabel eingerichtet, nur war
das Essen im Speisewagen nicht zu bezahlen: 5 € für Rühreier??? Da fällt man ja
vom Glauben ab…und wir hatten leider jegliche Verpflegung vergessen, sodass wir
uns mit Saladitas (TUC-ähnlichen Keksen) über Wasser halten mussten. Zum Glück
konnte man die Landschaft von einem halb geöffneten Wagon aus bewundern, sodass
der Anblick den Hunger fast vergessen ließ ;)
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| Das begehrteste Fenster des Zuges |
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| Auch in den nörlichen Bundesstaaten fehlt Regen |
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| Und wie auf jeder Reise lernt man immer nette Menschen kennen :) |
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| Und Sie sehen: den "Primavera-Brand" Nummer 2 |
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| In der Berglandschaft der Barranca haben viele Indigenas ihr Zuhause - schön, im Kontrast mit der mexicanischen Polizei ;) |
Am frühen Nachmittag kamen wir an der Estación „Posada
Barranca“ an, von welcher wir von einem Angestellten unseres Hotels abgeholt
und zum „Hotel Mirador“ gefahren wurden. Unsere Unterkunft kann mit keinem
anderen Wort als genial bezeichnet werde! Die Zimmer konnten nach einem (für Menschen
mit 9 Monaten Sportabstinenz) atem-erschwerenden Aufstieg erreicht werden und
befanden sich unmittelbar am Abhang der Schlucht. Nach Überwindung meiner
Höhenangst konnte ich den unbeschreiblichen Ausblick auch genießen und war wie
verzaubert von der vor mir liegenden Schlucht- und Berglandschaft.
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| Ausblick von der Terrasse. |
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| Das Haupthaus / die Hauptburg des Hotels :) |
Nach einem stärkenden Mittagsmahl erkundeten Till und ich
die Umgebung (endlich kamen meine Wanderschuhe auch zum Einsatz) und blamierten
uns ein wenig vor ein paar Indigena-Kindern :D Die Wörter „beso“ und „peso“
klangen aus ihrem Munde aber auch zum Verwechseln ähnlich!!
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| Ein atemberaubender Ausblick!! |
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| "Peso, peso!" - oder "Beso, beso"????! :D |
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| Ein Maus-Kaktus |
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| Für Papi ;) |
Den Abend genossen wir bei einem köstlichen Abendbrot, beim
Anblick der im roten Licht der untergehenden Sonne versinkenden Berglandschaft
und bei meiner ersten Partie Kuhhandel – ein sehr zu empfehlendes
Gesellschaftsspiel, auch wenn sich mein Talent ganz offensichtlich in Grenzen hält ;)
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| Kolibris beim Abendbrot |
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| Der Bar-Raum war von innen mit Visitenkarten der Gäste tapiziert! |
Der nächste Morgen wartete mit etwas ganz Besonderem auf Till
und mich :) Wir unternahmen einen Ausritt und so ging es auf dem Rücken unserer
Pferde durch die schöne Barranca. Bis zum Schluss war ich mir nicht ganz
sicher, ob ich nicht versehentlich auf eine Bergziege geklettert war, denn die
„Wege“, welche mein Pferd unermüdlich erklomm waren für Pferdehufe nun wirklich
nicht gedacht :D
Doch unsere Tiere fanden immer einen sicheren Tritt und nur
einmal „verlief“ sich Tills Pferd ein wenig und wollte sich gegen seinen Willen
den Abhang herunterstürzen – ich führe das auf falsche Hilfen seinerseits
zurück, Till stritt dies jedoch ab :P
Wir genossen 2 wunderschöne Stunden vor einem
atemberaubenden Panorama, wurden Zeugen eines indigenen Regentanzen (von
welchem ich aus Respekt leider keine Fotos habe) und sahen den typischen rot-
gefärbten Baum dieser Region – den „Árbol de Madroño“.
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| Ein Fisch-Augen-Pferd wie damals beim Reiten :) |
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| Cowgirl :D |
Schließlich ging es für die anderen 3 weiter nach Cancún und
ich „genoss“ die 16- stündige Busfahrt zurück nach Guadalajara ;)
Es war ein wirklich toller Kurzurlaub, vielen Dank an alle,
die Teil dieser Reise waren!
Was für ein schöner Eintrag. Ich freue mich riesig darauf - zumindest einen Teil - von Land und Leuten und besonders DICH bald live zu sehen.
AntwortenLöschenPapa
Liebe Svenja.
AntwortenLöschenAuch ich freue mich schon riesig auf dich und bin mir sicher,dass wir eine tolle Zeit verbringen werden.Mexico hat doch wirklich viel zu bieten,aber am meisten freue ich mich auf deine Freunde
Muchos besos
Mama
Das sieht so toll aus! Kommst du mich besuchen und spielst auch in Texas Cowgirl? Das hast du ja drauf ;)
AntwortenLöschenDie liebsten Grüße,
Anna